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3D-Drucken ohne Verzug und Spannungsrisse

3D Drucken mit "Heizstrahler" und Absorbertisch

 

Kennen Sie dieses Problem des Verzuges bei PLA? Oder noch schlimmer bei ABS?

Bei grossflächigen Ausdrucken biegen sich die Ecken nach oben.

Ecken3D-Drucken

 


Heated Bed? das hilft teilweise... werde die Teile noch grösser, hilft auch dies nichts mehr.
Bei ABS gedruckten Teilen beginnen die Layer ab 10mm Druckhöhen einzureissen - es entstehen Spannungsrisse.

Diese Spannungsrisse lassen sich mit beheizten Tischen alleine nicht verhindern.

LayerSpannungsRisse

Was tun? Manche machen einen Ofen aus dem Drucker, sicher keine schlechte Lösungung.

Unser Lösungs-Ansatz: "Heated Top" => Heizstrahler mit Absorber Tisch.
Aufgrund meiner Projekt-Erfahrung mit konzentrierenden Hochtemperatur-Solarsystemen lag die Lösung auf der Hand.

 

1. Ultimaker

Ultimaker 4x50W

4x50W mit Phasen-Anschnitt-Steuerung.

 

Am besten wird der Extruder mit Reflektoren geschützt.
Ansonsten kann es zu Blockierungen kommen, weil das Filament schon weich wird, bevor es in die beheizte Zone kommt.

 

Ultimaker Heated Top

 

Alles bleibt Topf eben

...auch grosse Ultimaker Teile bleiben eben

 

 

2. Ultramaker (in aufskalierter Ultimaker):

 

Ultramaker 2x500W Heated Top

...Ultramaker absolut ohne Verzug - Das zu druckende Teil wird gleichmässig auf Temperatur gehalten.

 

(Hier sollte man keine Sparlampen verwenden)

2x 500W, für CHF 8.- im Baumarkt + Phasen-Anschnitt-Steuerung

 

Ultramaker HeatedTop

 

Der Ultramaker kann man sehr schnell hochfahren. Mit bis zu 1 kW Strahlleistung ist der Tisch auch sofort warm.

 

Schaltet man die Lampen aus, kann das Teil innerhalb weniger Sekunden von der Glasplatte gelöst werden.
Bei grösseren Teilen kann auch die Glasplatte gewechseln werden.

 

Absorber Tisch:
AbsorberTisch

#1: Aluminium Tisch, 3mm, verteilt die Wärme gleichmässig (kein Verzug). Diese Anordnung kann von unten mit einer Heizplatte ergänzt werden.
#2. Absorber-Folie (Papier, Klebeband usw.). Kein schwarzes Material verwenden, da sich dieses zu stark erwärmen würde.
#3. Transparente Glasplatte (Kein Spiegel!!).
#4: Zu druckendes Teil; wird von den "Lampen" während des Druck-Prozesses auf der gewünschten Temperatur gehalten. 70°C und mehr ist kein Problem.

 

Funktion:
Die "Lampen" Heizen das zu druckende Teil #4 direkt auf. #4 leitet die Wärme auch auf die Glasplatte ab und unterstützt so die Haftung auf der Glasplatte.


#2 absorbiert das "Licht"; es wird warm. Die Wärme wird von #2 gleichmässig verteilt.

 

Vorteil:
Durch das "Bestrahlen" von #4 werden die Layer aktiviert. Die Layer haften bedingungslos aufeinander und sind sehr gut vernetzt.
Wird das fertige Teil belastet, gibt es keine Knackgeräusche mehr. Im direkten Vergleich zu konventionell gedruckten Teilen wird der enorme Unterschied eindrücklich ersichtlich.